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USA: Darum will die US-Oligarchie Trump nicht als Präsidenten

Lange Zeit konnte man sich nicht sicher sein, ob Trump nicht auch nur ein Teil des korrupten US-Systems ist. Doch in einer Rede zur New World Order geht er äußerst hart mit der Oligarchie und dem Establishment ins Gericht.

Von Marco Maier

Ist Donald Trump nur ein anderes Gesicht des verkommenen und korrupten US-Systems, oder tatsächlich einer, der versucht dagegen anzukämpfen, weil das oligarchische System die Realwirtschaft (in der auch er tätig ist) vernichtet? Lange Zeit konnte man sich dessen nicht sicher sein, doch in einer am 22. Oktober gehaltenen Reden, blies er zum Totalangriff auf die US-Oligarchie.

So betonte er, dass das „Washingtoner Establishment nur für einen Grund existiert: um sich selbst zu schützen und zu bereichern“. Weiters sagte er: „Das Establishment hat bei dieser Wahl Billionen von Dollars im Feuer.“ Denn bei den Handelsabkommen gehe es um gewaltige Summen, die von einigen wenigen Konzernen umgesetzt werden und von denen nur sie profitieren würden. Und diese Konzerne hätten die Politik in Washington in der Hand, so der republikanische Präsidentschaftskandidat weiter zu seinen Anhängern, sie hätten „nicht euer Wohl im Sinn“.

Deshalb würde auch seine Kampagne eine „existenzielle Bedrohung“ für das Establishment darstellen, welche sie „noch nie zuvor gesehen“ hätten. „Das ist nicht einfach nur eine weitere Wahl für die nächsten vier Jahre. Das ist eine Kreuzung in der Geschichte unserer Zivilisation“, so Trump. Denn er sei der Garant dafür, dass das Volk wieder die Kontrolle über die US-Regierung erhalten könne. „Das politische Establishment versucht uns zu stoppen – die selbe Gruppe die dafür verantwortlich ist, für unsere desaströsen Handelsabkommen, die umfangreiche illegale Immigration und die ökonomische Außenpolitik, welche unser Land ausbluten ließ“, wetterte der Republikaner weiter.

Diese Präsidentenwahl sei „ein Überlebenskampf für unsere Nation“. Denn „diese Wahl wird darüber entscheiden, ob wir eine freie Nation sind, oder ob wir einzig die Illusion von Demokratie haben, die aber in Fakt in der Hand von einer kleinen Gruppe von globalen Spezialinteressen, die dieses System manipulieren. Das ist die Misere“. Denn „das Establishment und die Medien haben die Kontrolle über diese Nation übernommen“, betonte er.

Auch wenn Trump in manchen Bereichen – unter anderem in Sachen Auswirkungen der Freihandelsabkommen auf die Beschäftigung – etwas übertreibt, so bleiben seine Aussagen im Kern richtig. Insbesondere was die Kontrolle der Regierung durch die Finanzoligarchie betrifft. Immerhin wurde das US-Wahlsystem nicht umsonst so gestaltet, dass ohne große finanzielle Unterstützung keine Wahlkämpfe geführt werden können. Dies führt zu einer direkten Abhängigkeit der Kandidaten von den Geldgebern, die dann nach einer erfolgreichen Wahl vor allem als Lobbyisten ihrer Sponsoren agieren.

„In den drei Jahrzehnten seit der Ära von Ronald Reagan hat die ‘American Oligarchy’ einen schleichenden ‚Coup d’Etat‘ vollzogen und die Kontrolle über die Außen- und Innenpolitik gewonnen“, so die Princeton University in einer Studie aus dem Jahr 2014 über das politische System der USA. „Die Top 1 Prozent haben die Fundamente des amerikanischen Lebens, der amerikanischen Kultur und vor allem der Politik von Grund auf verändert. Die Kriegseinsätze der USA werden seit 9/11 kaum noch mit der Unterstützung der amerikanischen Bevölkerung geführt.“

Donald Trump mag zwar nicht die Macht dazu haben, das komplette System völlig umzukrempeln – doch zumindest kann er versuchen, die Macht des Establishments und der Oligarchen zumindest ein wenig einzudämmen. Und wer weiß, vielleicht kann er es als Präsident auch schaffen, eine dritte Partei ins Leben zu rufen, die sich der Bekämpfung dieses plutokratischen Systems verschrieben hat und eine Redemokratisierung der USA einleiten kann.

Hier die NWO-Rede im Original:

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