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Spirituelle Sexualität: Inneres Wachstum mit körperlicher Vereinigung!

Spirituelle Entwicklung und Sexualität werden von manchen Menschen als etwas Gegensätzliches betrachtet, doch das muss es nicht unbedingt sein. In diesem Beitrag erfährst du, warum man mit der eigenen Sexualität sorgsam umgehen soll und welches Ziel spirituelle Sexualität verfolgt. Außerdem wirst du hier die Technik aus dem Roten Tantra kennenlernen, um Sex für spirituelles Wachstum nutzen zu können.

 

Vorsicht vor Energieverlust!

Aus einer spirituellen Perspektive hat herkömlicher Sex vor allem einen Nachteil: Der gewöhnliche Orgasmus geht mit Energieverlust einher!

Beim Mann sogar noch stärker als bei der Frau, da die Produktion von Samen eine große Menge an Energie benötigt. Manche behaupten sogar, dass die geringere Lebenserwartung, welche Männer im Vergleich zu Frauen haben daher kommt, dass die Samenproduktion so viel Lebensenergie benötigt. Aus diesem Grund wird dabei von diesem sogenannten Höhepunkt Abstand genommen.

Das mag im ersten Moment vielleicht noch wie ein Verlust wirken, doch was klingt für dich erstrebenswerter:

Kurzweilige unkontrollierte Muskelspannung, gefolgt von Müdigkeit oder beliebig lange Ekstase, gefolgt von immenser Energie und innerer Ruhe?

Weiter geht es in der Spiritualität darum, über die körperliche Wahrnehmung hinauszuwachsen und die Form der Sexualität, wie sie für gewöhnlich praktiziert wird, ist sehr stark auf den körperlichen Aspekt der Existenz fokussiert ist. Das ist an und für sich noch kein Problem, so lange die Sexualität rein auf der körperlichen Ebene behandelt wird, doch sobald sie unsere Gedanken einnimmt, geht sie auf Kosten der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit.

 

Jeder Körperkontakt bringt sein Karma mit

Ein Punkt, der im fieberhaften Paarungsverhalten der westlichen Durchschnittsbevölkerung oft unbeachtet bleibt ist, dass jeder Mensch sein eigenes Karma mitbringt.

Sobald Körperkontakt stattfindet, bindet man sich je nach der Art des Kontaktes verschieden stark an den Menschen und dadurch an seine karmischen Strukturen.

Es beginnt bereits beim Händeschütteln, jedoch auf eine eher milde Art und Weise, sodass der Einfluss der Bindung nach kurzer Zeit wieder abgeklungen ist.

Wenn man jedoch durch Geschlechtsverkehr miteinander in Kontakt kommt, entstehen weit intensivere Bindungen, welche ca. 7 Jahre lang halten. Diese Bindungen können weitreichende Auswirkungen auf den Menschen haben, der sie mit sich herum trägt. Das ist zum Beispiel auch der Grund dafür, dass Menschen, die sich prostituieren nach wenigen Jahren bereits so verbraucht aussehen.

Auch wenn es nicht direkt in körperlichen Verfall mündet, wenn man mehr als einen Geschlechtspartner in seinem Leben hat, ist es trotzdem empfehlenswert, sich zurückzuhalten, da die geistige und karmische Struktur sich bei jedem Partner verändert, was bei zu starker Vermischung dazu führt, dass man den Kontakt mit seinen Mitmenschen mit der Zeit immer weniger zu schätzen weiß. Außerdem verschwindet der Drang, sich nach jemand anderen umzusehen In einer wirklich glücklichen Beziehung sowieso von alleine.

 

Die 3 Beweggründe für Sex

Wenn man die ganzen persönlichen Themen wie Bestätigung, Anerkennung und ähnliches außen vor lässt, bleiben genau 3 Beweggründe übrig, aus denen heraus man Sex haben kann. Diese sind:

  • Lust: Die meisten Menschen werden heutzutage über diesen Beweggrund dazu gebracht, sexuell in Kontakt zu kommen. Es ist absolut nichts falsch daran, jedoch ist es durch dir Reduzierung auf die körperliche und emotionale Komponente eine stark beschränkte Art, das Leben wahrzunehmen.
  • Fortpflanzung: Der eigentliche Grund, warum Sexualität und der Trieb, ihr nachzukommen eigentlich existieren. In ihrem eigentlichen Sinn ist Sexualität notwendig, um das Überleben der Menschheit sicherzustellen.
  • Spirituelle Entwicklung: Die sexuelle Vereinigung kann auch dafür genutzt werden, das spirituelle Wachstum anzukurbeln. Dafür werden Techniken genutzt, welche die Energie weiter aufbauen, anstatt sie über die Geschlechtsteile entweichen zu lassen.

Lustgewinnung und Fortpflanzung sind die offensichtlichen Möglichkeiten, den sexuellen Kontakt zu nutzen. Wenn es jedoch um das spirituelle Wachstum geht, kommen wir in einen Bereich, zu dem vergleichsweise wenige Menschen in der modernen Gesellschaft bisher Zugang finden konnten.

 

Spirituelle Sexualität

Bei dieser Art der sexuellen Vereinigung liegt das Ziel wie gesagt nicht darin, seine Sinne zu befriedigen, oder Nachkommen zu produzieren.

Hier geht es darum über die sexuelle Vereinigung Energie im unteren Bereich des Energiekörpers entstehen zu lassen und diese in die höheren Bereiche zu verlagern, um schließlich Samadhi (Einheit) zu erreichen.

Frau und Mann, welche hier jeweils die Rolle von Shakti (Energie) und Shiva (Bewusstsein) einnehmen, kommen bei dieser Form der Intimität verschiedene Aufgaben zu.

 

Übersicht

Bei dieser Form der Vereinigung wird aufrecht gesessen, der Mann nimmt eine Sitzposition wie den Lotossitz, den halben Lotossitz, Siddhasana oder falls keine davon möglich ist, den Schneidersitz ein. Die Frau setzt sich auf ihn und überkreuzt die Beine hinter seinem Rücken, dass beide in einer kreuzbeinigen Position, einander zugewandt sitzen.

 

Der weibliche Part

Der die Aufgabe der Frau ist bei dieser Art der Vereinigung, die Aufmerksamkeit voll und ganz auf das Muldhara-Chakra (Wurzelchakra) zu legen.

Beim herkömmlichen Geschlechtsverkehr entweicht die Energie in das körperliche Dasein, doch wenn die Konzentration auf den Punkt des Muladhara-Chakras gehalten wird, baut sich die Energie weiter auf, anstatt in einem körperlichen Orgasmus über das Nervensystem zu entweichen.

Dies wird Tantrischer Orgasmus genannt und er hält so lange an, wie es der Frau möglich ist, die Konzentration auf den Punkt des Muladhara-Chakras zu halten. Aus diesem Grund ist es essentiell, die Konzentration auf diesen Punkt perfekt zu beherrschen.

Eine Technik, um die Konzentration auf den Punkt des Muladhara-Chakras zu erlernen ist Uddiyana Bandha.

So kannst du diese Technik üben:

  • Stelle dich etwa Schulterbreit hin bzw. sitze im Fersensitz. Wenn du stehst, gehe etwas in die Knie.
  • Stütze dich mit den Handflächen auf den Knien ab, halte die Finger dabei geschlossen.
  • Atme vollständig aus.
  • Ziehe den Bauch so weit wie möglich nach innen und halte diese Position so lange wie angenehm.
  • Lasse den Bauch wieder locker und atme vollständig ein.
  • Wiederhole diese Übung beliebig oft und erhöhe nach und nach die Zeit, in der du den Bauch eingezogen hältst.

In dem Moment, wo du den Bauch nach innen gezogen hältst, spannt sich auch der Beckenboden und die Vaginalmuskulatur an und genau dort in der Mitte ist der Punkt zu finden, um den es geht.

Langfristig sollst du diesen Punkt in jeder beliebigen Situation erspüren können.

Mit der Zeit wird es immer einfacher, die Aufmerksamkeit auf dem Punkt zu halten und die physische Aktivierung über Uddiyana Bandha dann nur noch anfangs notwendig, um den Punkt zu finden.

 

Der männliche Part

Die Aufgabe der Männer sieht hierbei etwas anders aus. Der Punkt auf den sich der Mann bei dieser Form der Vereinigung konzentrieren soll, liegt am oberen Hinterkopf und nennt sich Bindu.

Die Sache die es hier zu beachten gilt ist, dass Emotionen und Leidenschaft den Punkt hinunter, weiter in den Körper hinein fallen lassen. Wenn er dabei zu weit fällt, kommt es zur Ejakulation, wodurch eine Menge an Energie verloren geht.

Um die Energie an der Wirbelsäule nach oben zu verlagern, gibt es eine Technik, die es zu meistern gilt, diese Technik nennt sich Vajroli Mudra.

Diese Technik besteht aus den folgenden Schritten:

  • Atme bequem ein und halte die Luft an.
  • Ziehe die Geschlechtsmuskeln zusammen.
  • Ziehe die Anusschließmuskeln zusammen.
  • Ziehe den Bauch etwas ein.
  • Wölbe den Brustkorb nach vorne.
  • Gib die Zungenspitze ganz nach hinten zum weichen Teil des Gaumens und senke den Kopf leicht.
  • Gib die Zungenspitze nach vorne, den Gaumen entlang, schaue zum Punkt zwischen den Augenbrauen.
  • Bringe die Konzentration zur Schädeldecke.
  • Atme vollständig aus.
  • Atme tief ein.
  • Atme nochmal vollständig aus.

Auf diese Art und Weise kannst du deine Energie zurück in die höheren Bereiche deines Energiekörpers verlagern, und so die Ejakulation verhindern.

Es empfiehlt sich, diese Technik einige Zeit lang zu üben, bevor es zum sexuellen Kontakt kommt, damit es dann auch wirklich möglich ist, sie konzentriert anzuwenden.

 

Zusammenfassung

Wenn die Frau während des sexuellen Kontaktes ihre Aufmerksamkeit vollständig am Muladhara-Chakra hält und der Mann sein Bindu immer wieder zum Punkt am oberen Hinterkopf zurückführt, entsteht dadurch ein Prozess, der den Energielevel in beiden Partnern nachhaltig erhöht. Dies kann bereits während der Vereinigung zu tiefer Meditation führen.

Wichtig ist es, dass beide zusammen darauf achten, dass der Mann bei der Vereinigung nicht zum Orgasmus kommt, es sei denn, er hat sich jahrelang mit eigenen Techniken darauf vorbereitet, den Samenerguss beim Orgasmus zurückzuhalten.

Generell kann man so lange praktizieren, wie man möchte und es ist empfehlenswert, nachdem man sich körperlich wieder voneinander getrennt hat aufrecht mit geschlossenen Augen sitzen zu bleiben und den Auswirkungen der gemeinsam durchgeführten Praxis nachzufühlen.

Wird auf diese Art regelmäßig und richtig miteinander praktiziert, kann man so in tief meditative Zustände gelangen, wie es sonst nur bei täglicher Yoga- und Meditationspraxis möglich ist.

Sexualität muss also kein bloßer körperlicher Akt sein, aus dem man energielos und schwach hervorgeht. Sie kann als Pfad eingesetzt werden, um gemeinsam spirituelle Erkenntnis zu erlangen!

 

Anmerkung zum Schluss:

Generell ist es empfehlenswert, einen reinen Lebensstil zu führen und regelmäßig Yoga und Meditation zu praktizieren, um die Energien besser ins Fließen zu bringen und dadurch die Wirksamkeit der hier beschriebenen Technik zu steigern.

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