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Die Eizelle kommt nicht zum Samen

Die männliche und weibliche Energie ist klar definiert: Die Frau empfängt, der Mann agiert.

Jeder, der genau hinschaut, kann das sehen. Wie im Kleinen – so im Großen. Wie innen – so Außen. Wir leben in einer Zeit, wo dieses Verhältnis bei vielen wieder gerade gerückt wird. Das ist für beide Seiten schwer…

(c) Ute Strohbusch


 

Solange Frauen nicht in ihrer weiblichen Kraft sind, treffen sie auch nicht die Männer, die ganz in ihrer männlichen Kraft sind. Das ist eine Frage der Resonanz. Sie sind resonanzfähig für Männer, die enttäuscht sind, keinen wahren Selbstwert haben (oft nur einen Überbau des Egos), handlungsunfähig sind und sich nicht trauen, ihr Glück mit beiden Händen zu packen, solange Frauen bemutternde, therapierende,  agierende und fordernde Frauen sind, die den Männern ihre Rolle und Aufgaben abnehmen, weil sie selbst ebenso wenig Selbstwert haben und nicht vertrauensvoll in ihrer Energie ruhen.

 

Wir leben in einer Yin-Yang verdrehten Welt. Es gab in den 60er Jahren eine sprunghafte Umpolung zwischen Mann und Frau. Dabei darf man nicht vergessen, dass die Emanzipation eine Erfindung der Wirtschaft und Politik ist! Es ging damals (und heute noch) darum, dass mehr Gewinn erzielt wird, wenn nicht nur die Hälfte der Bevölkerung arbeitet, sondern auch die Frauen! Außerdem kann man so besser auf die Erziehung der Kinder im Sinne der eigenen Interessen einwirken, weil sie nun schon frühzeitig in staatlichen Betreuungseinrichtungen geformt und zu leistungsfähigen und leistungswilligen Staatsbürgern erzogen werden konnten.Und das nicht nur in der DDR, obwohl die DDR in der Umsetzung dieses Schachzuges fortschrittlicher und schneller war als der Westen.

Natürlich brachte dies den Frauen auch erstmals den Zugang zur Bildung und teilweise wirtschaftliche Unabhängigkeit, aber eben auf Kosten der weiblichen Idendität, da ja die Gesellschaft als Ganzes weiterhin auf patriarchalen Strukturen beruht.

Frauen befreiten ihre bis dahin unterdrückten Anteile – aber auf männliche Art und Weise!

Wir haben nur durch die Übernahme männlicher Strukturen – die ganz ohne Zweifel auch Fortschritte brachten – vergessen, dass sich dies vehement auf unsere Geschlechterrollen innerhalb von Beziehungen ausgewirkt hat.

Emanzipation ist die trügerische und in großen Bereichen falsch verstandene Befreiungsversuch vom Patriarchat innerhalb des Patriarchats. Es wurden nicht die jeweiligen geschlechterspezifischen Energien und Möglichkeiten gleichgestellt, sondern die Frauen in männliche Strukturen gezwungen. Diese Form der Freiheit hat beide Seiten einen hohen Preis gekostet!
Wir leben in einer Männerwelt, man redet den Frauen ein, du musst so sein wie ein Mann, um anerkannt zu sein und um in der Gesellschaft überleben zu können. Du musst dasselbe bzw etwas auf dieselbe Weise wie ein Mann können und tun, um eine Chance zu haben.

Die Beziehung zwischen Mann und Frau ist aber auf Polarität angewiesen, um eine gegenseitige Anziehung zu haben und Ergänzung leben zu können. Ist nun die Frau aktiv, macht alles selbst, übernimmt die Kontrolle und die impulssetzenden Aufgaben des Mannes, so bekommt der Mann keine Anerkennung mehr für seine Männlichkeit, für sein Streben und TUN.

 

Je männlicher die Frauen geworden sind, desto weiblicher mussten die Männer werden, das war die einzige Rettung, um die gegenseitige Anziehung scheinbar aufrecht zu erhalten.

 

Damit der Mann aber in Bewegung kommen kann (es ist dann ein Sog, der von der natürlichen befreiten Weiblichkeit ausgeht), sollte die Frau zuerst einmal lernen, nichts zu tun. Sich nicht um einen Bewerber zu kümmern. Aufzuhören, Männern Zuwendung zu geben, um etwas zu bekommen.

Das ist für die meisten schwerer, als es sich anhört. Der Grund dafür sind die eigenen Ängste und Zweifel und Unsicherheiten. Deswegen nehmen die Frauen es in die Hand, dafür zu sorgen, dass der Mann um sie wirbt bzw sich für sie entscheidet.

Dies geschieht mit allerlei Taktiken und Strategien, z.B.:

 

1. die Frau bietet viel zu früh Sex an, um sich interessant und begehrenswert zu machen

2. sie nimmt dem Mann seine Aufgabe des Werbens ab

3. sie geht auf alles zu schnell ein, ohne dass er sich bemühen müsste

4. sie versichert ihm ihre Gefühle, versucht generell ihm Sicherheit zu geben

5. sie wartet und hat jederzeit Zeit für ihn

6. sie erklärt ihm, wie er sich zu verhalten hat

7. sie sieht in ihm die Quelle sowohl für ihr Gutfühlen als auch für ihr Leiden

8. sie zeigt ihre emotionale Abhängigkeit und damit ihre mangelnde Souveränität als Frau

9. sie stellt für ihn ihr Licht unter den Scheffel, passt sich an, versucht ihn zu überzeugen, dass von ihr keine Gefahr ausgeht

usw

 

Wenn man das obige Bild als wunderbare Entsprechung auf der emotionalen Ebene nimmt, dann versteht man das Problem der Frauen um so besser, wenn man weiß, dass die Frauen oft instinktiv sofort wissen, welcher Mann der Richtige ist.

Zumal sich die falsch gepolte Frau in einen falsch gepolten Mann verlieben muss. Sie kann also warten, bis sie schwarz wird, dass er in Aktion geht.

Jetzt nichts zu tun und nicht einzugreifen oder vorzugreifen und stattdessen abwarten zu können und dem Leben zu vertrauen ist eine schier unmögliche Aufgabe für ihr männliches Kontroll/Agiermuster und oft ein sehr langwieriger Lernprozess, denn wir alle befinden uns in den Zwängen eines chronisch unsicheren und ängstlichen ICHs, welches glaubt, die Ursache seiner Probleme lägen „außen“, angefangen in einer gestörten Elternbeziehung bis hin zu gescheiterten vorangegangenen Partnerschaften.

Urvertrauen kann sich erst wieder einstellen, wenn man auf der nondualen Schwingungsebene des Herzen angekommen ist.

Erst dort ruht man in der eigenen Kraft und im Urvertrauen und kann somit alles geschehen lassen.

 

Die Männer können in ihre aktive Rolle finden, wenn die Frauen nichts mehr in Richtung Mann unternehmen und sie gezwungen sind, sich selbst zu bewegen. Viele Männer agieren ihre Rolle nur in Beruf und Karriere, im Sport oder in Hobbies aus. Was Gefühle betrifft, sind sie genauso in ihrer Opferrolle gefangen wie wir Frauen, emotional verweichlicht, schwammig, unklar in ihrem Wollen, abwartend, zögernd oder weglaufend.

 

Prinzessin oder Königin?

 

Die Prinzessin steht hier als Synonym für das Mädchen in uns, welches nicht erwachsen geworden ist, und die Königin für die befreite emotional erwachsene Frau.

Wie der Name schon sagt, ist die erwachsene Frau dem Kindlichen (Abhängigen, Bedürftigen) entwachsen.

Die Königin kann bei sich selbst bleiben und vertrauensvoll Geschehenlassen. Sie verfügt über einen weiblichen Instinkt, der größer ist als ihre Emotionalität und ihre Wünsche und Sehnsüchte, und ist bereit, das Leben zu empfangen, es sich „in den Schoß fallen zu lassen“.

 

Die Prinzessin steht aber auch für die gefühlte Kleinheit und Unvollkommenheit des weiblichen ICHs, die sich meist hinter einem großen Überbau des Egos und scheinbarem Frausein versteckt und dort aus den dualen Egostrukturen heraus agiert.

Die Prinzessin fürchtet Gott(vater), fühlt sich als ICH zu ohnmächtig und zu hilflos angesichts der Macht Gottes (LIEBE) und deutet dieses Gefühl der Kleinheit fälschlicherweise als das eigentliche Frausein. Ihre Erfahrungen mit der Mutter und ihr eigenes späteres Erleben (mit den passenden Männern) scheinen die These zu unterstreichen, und deshalb hat sie das eigene Frausein umschifft, indem sie in männliche Strukturen wie Aktivität, Zielgerichtetheit, Kontrolle und (Selbst)Schutz ihre „Sicherheit“ gefunden hat.

 

 

Der Prinz steht hier als Synonym für den Jungen, welcher nicht erwachsen geworden ist, und der König für den befreiten emotional erwachsenen Mann.

Wie der Name schon sagt, ist der erwachsene Mann dem Kindlichen (Ängstlichem, Zweifelnden) entwachsen.

Der König schöpft aus seiner Stärke und kann sich vertrauensvoll emotional zuwenden. Er verfügt über einen männlichen Instinkt, seine Wünsche und Sehnsüchte zu verwirklichen und findet Lust und Befriedigung darin, alles dafür zu TUN.

 

Der Prinze steht aber auch für die gefühlte Kleinheit und Unvollkommenheit des männlichen ICHs, der sich meist hinter einem großen Überbau des Egos und scheinbarem Mannsein versteckt und dort aus den dualen Egostrukturen heraus agiert.

Der Prinz fürchtet Gott(mutter), fühlt sich als ICH zu ohnmächtig und zu hilflos angesichts der Macht Gottes (LIEBE) und deutet dieses Gefühl der Kleinheit fälschlicherweise als das eigentliche Mannsein. Seine Erfahrungen mit der Mutter und sein eigenes späteres Erleben (mit den passenden Frauen) scheinen die These zu unterstreichen, und deshalb hat er das eigene Mannsein umschifft, indem er in weiblichen Strukturen, wie Passivität, Abwarten und Entscheidungsunfreudigkeit seine „Sicherheit“ gefunden hat. Er fühlt sich als Mann zu schwach, um für sich selbst und sein Glück einzutreten.

 

 

Resonanz

 

Unsere gesamten emotionalen Schwingungen sind ein Bewussteinsfeld, welches nach dem Yin-Yang-Prinzip das duale Pendant anzieht. Der andere übernimmt im „Außen“ die Spiegelfunktion. Das, was wir an ihm schön und liebenswert finden, sind wir genauso selbst wie das, was uns am anderen scheinbar verletzt oder irritiert.

Oft sind wir uns BEIDEM größtenteils nicht bewusst.

So beten wir im anderen das Göttliche an, ohne uns selbst unserer Göttlichkeit bewusst zu sein.

Und wir projizieren die Schuld und Ursachen unseres Leidens auf die Unzulänglichkeiten des anderen, weil wir es in uns selbst ursächlich nicht wahrnehmen.

 

Die Prinzessin flüchtet sich nur allzugerne in den Egoüberbau der Mutter. Noch nicht bereit für einen König. versucht sie einen Prinzen zum König zu erziehen. Sie hockt auf einem Thron und kann sich nur aus diesem Gefälle ihrer (negativen) Bewertungen und Beurteilungen, also von oben nach unten, heraus sicher fühlen.

Wir erkennen meist nicht, dass wir sowohl vor Gott(Vater), der nun in der irdischen Form eines Mannes in unserem Leben ist, als auch vor der Macht der Göttlichen Liebe an sich Angst haben. Diese Angst rührt von der gefühlten Kleinheit und Unvollkommenheit des ICHs her.

Also braucht  die Prinzessin zu ihrem eigenen Schutz dieses Gefälle und damit einen Mann, der scheinbar „kleiner“ ist, den sie also kritisieren kann, um sich selbst durch ihre Urteile über ihn und sein Verhalten drüberstellen zu können.

Sie weiß ja, was er alles für Fehler macht, wieviel Unbewusstheit in ihm steckt und wieviel er noch zu lernen hat.

Natürlich macht so ein schwacher Mann nicht glücklich, da er das tiefe Bedürfnis, gehalten zu sein, nicht erfüllen kann und/oder will. Die Frau erkennt hierbei aber nicht, dass sie erleben muss, was sie wahrnimmt. Und sie nimm wahr, was sie selbst ist, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Da das Gefäß gefühlt etwas größer sein muss als der Inhalt, kann eine Frau nur angesichts eines emotional gereiften und starken Mannes schwach werden… und ihren natürlichem Wunsch nach Hingabe, nach Loslassen der Kontrolle und der eigenen Schutzmechanismen nachgeben.

Aber aus Angst vor Übermachtung, Ablehnung und Verletzung, wählt/trifft die Prinzessin immer wieder instinktiv nur Prinzen, die ihr durch die „Schwäche“ zwar vermeintliche Sicherheit geben für das benötigte Gefälle – so behält sie die Kontrolle, aber andereseits durch die wahrgenommene Kleinheit aus (der fehlende Wille und die Passivität) ihr nicht das Gefäß sein können, was sie braucht, um loszulassen, und die ihr damit die Verletzungen zufügen, die sie ja eigentlich vermeiden will. Der Prinz verweigert den König, und nur der wäre in der Lage einer Königin als Gefäß „zu dienen“.

Da die Prinzessin ihr Frausein mit Hilflosigkeit und Ohnmacht, mit Ungeschützsein und Schwäche assoziiert, und sich im (männlichen) Egoüberbau verschanzt hat, kann nach dem dualen Yin-Yang-Prinzip im Spiegel des Mannes das Mannsein auch nur in Form von Schwäche wahrgenommen werden. Sie soll in ihm ihre eigene Fehlinterpretation erkennen. Erkennt sie in ihm die Stärke, anstatt Fehler zu sehen bzw Fehlverhalten, erkennt sie auch die Stärke ihrer eigenen Natur und kann das Agieren, und das Kontrollieren ihrer Gefühle und ihrers Soseins aufgeben.

 

Wird dem Prinzen dadurch Raum gegeben und Respekt für seine eigenen Entscheidungen, wird dies nicht mehr als falsch sondern richtig bewertet, wie er ist und wie er sich entscheidet oder nicht entscheidet, und es wird nun aus der Liebe heraus auf den anderen geschaut, nicht aus dem kleinen ICH. So hören alle Beurteilungen auf und die Situation wird als DAS, was sie ist, gesehen … nämlich eine unbewertete einfache Daseinsberechtigung, und dies löst keinerlei negative Gefühle mehr aus.

Im Gegenteil, es wird zunehmend als Kräuselung an der Oberfläche des ICHs betrachtet, während die tiefe Freude und Liebe in einem davon nicht mehr berührt wird.

 

Wo nichts Falsches mehr gesehen wird, findet auch nichts Falsches mehr statt.

Es entzieht sich der Aufmerksamkeit und lässt einen los.

 

Je stärker die weibliche Energie in einem wächst, desto mehr Passivität entsteht. Agieren wird durch vertrauensvolles Geschehenlassenkönnen ersetzt und Kümmern/Sorgen/Grübeln durch HIERSEIN. Es zählt zunehmend das, was HIER und JETZT geschieht. Der Verstand ist immer weniger in der Lage, einen mit Dingen oder Menschen zu beschäftigen, die nicht in diesem Augenblick hier sind. Man lebt, was ansteht und sich im Moment entfaltet.

Taucht dann ein oder DER Mann auf, so reagiert die Königin nur auf die Impulse des Mannes. Kommen keine Impulse, beschäftigt sie sich auch nicht mit ihm. Es läuft jetzt nach dem HABEN-Prinzip. Nur auf das, was wirklich DA ist, wird reagiert.

Während das sich als unvollkommen wahrnehmende ICH sich immer mit dem Fehlen beschäftigt.

Permanentes Denken, welches niemals im HIER und JETZT stattfinden kann, sondern sich immer mit der Vergangenheit beschäftigt und daraus Zukunftsprojektionen macht, finden nicht oder kaum noch statt.

 

Dadurch löst sich für die Frau der „negative Teil“ der Spiegelfunktion. Sie braucht diesen Mann nicht mehr als Spiegelbild ihrer unerlösten Anteile, sobald sie diese erkannt und von ihren Bewertungen befreit hat. Sie schenkt somit sich und ihm die Freiheit.

 

Unerlöstes, Unvollständiges, Fehlerhaftes kann nur wahrgenommen werden,  solange Unerlöstes, Unvollständiges, Fehlerhaftes in den Spiegel blickt. Wird erkannt, dass das scheinbare Vorhandensein vom eigenen Fehlerhaften, Unvollständigen die eigentliche Illusion ist, so wird auch im anderen dasselbe nicht mehr gesehen.

Solange ein scheinbar fehlerhaftes ICH in den Spiegel schaut, kann es nur sich selbst sehen. Wird das Spiegelbild dazu genutzt, den Irrtum bei sich selbst zu erkennen und zu heilen, verschwindet die Projektion.

Man sieht immer sich selbst.

Eine vom Urteil der eigenen Unvollkommenheit erlöste, zu sich selbst erwachte Frau kann nur noch in Resonsanz gehen mit einem zu sich selbst erwachten Mann. Sie hält sich nicht mehr bei weniger auf. Sie überlässt solche Männer sich selbst, weil sie nicht mehr davon magisch angezogen wird. Es fällt von ihr ab.

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